23. März 2020. Im Jahr 2019 haben die deutschen Seehafenbetriebe 294,5 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen. Dies entspricht einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (295,3 Mio. t). Das zeigen Zahlen, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden.

Der Versand von Gütern ins Ausland lag mit 117 Mio. t 0,8 Prozent unter dem Vorjahr, der Empfang aus dem Ausland mit 177 Mio. t 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Güterverkehr mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sank um 6,8 Prozent, der Güterverkehr mit dem Vereinigten Königreich um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zuwächse im Güterverkehr wurden unter anderem mit China verzeichnet. Hier erhöhte sich das Umschlagsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 23,9 Mio. t. Auch mit Afrika gab es einen deutlichen Anstieg. Hier wurden rund 17,5 Mio. t umgeschlagen (+ 21,8 Prozent).

Der Containerumschlag ist 2019 mit rund 15,1 Mio. TEU erneut stabil geblieben. Insgesamt wurden mit Europa 4,9 Mio. TEU (- 1,5 Prozent) umgeschlagen, mit Asien 6,3 Mio. TEU (+ 2 Prozent), hiervon 3,1 Mio. TEU mit China (+ 4,6 Prozent).

Die Personenbeförderung ist im vergangenen Jahr mit 31,4 Mio. Passagieren um 1,8 Prozent gestiegen (2018: 30,8 Mio. Passagiere).

Als Folge der Coronavirus-Pandemie rechnet der ZDS für das laufende Jahr mit erheblichen Volumeneinbußen beim Güterumschlag. Alle Seehafenbetriebe – deren Leistungsfähigkeit vollumfassend gewährleistet ist – beobachten bereits deutliche Rückgänge. Eine genauere Einschätzung wird möglich sein, wenn das Statistische Bundesamt Ende April erste Monatsergebnisse für den Seeverkehr im Jahr 2020 veröffentlicht.

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