Beim 8. Hafenentwicklungsdialog in Oldenburg standen heute vor allem die volkswirtschaftliche Bedeutung der Häfen in Deutschland, Klimaschutz und der Stand der Digitalisierung der Häfen im Mittelpunkt der Diskussion. Beim Hafenentwicklungsdialog kommen die zuständigen Minister und Senatoren der Küstenländer, der Maritime Koordinator der Bundesregierung und der Präsident des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe zusammen, um aktuelle Themen der deutschen und europäischen Hafen- und Verkehrspolitik zu erörtern.

Der ZDS warb vor allem um eine zügige Anpassung des Erhebungsverfahrens zur Einfuhrumsatzsteuer, welches einen großen Wettbewerbsnachteil für deutsche Seehäfen und Importeure in ganz Deutschland darstellt.

Frank Dreeke, Präsident des ZDS:

„Die deutsche Hafenwirtschaft sichert bundesweit über 521.000 Arbeitsplätze und garantiert mit ihren leistungsstarken Umschlagsplätzen die Spitzenposition Deutschlands im internationalen Handel. Wir wollen die Rolle der Seehäfen im deutschen Im- und Export weiter festigen, indem wir mit der öffentlichen Hand zusammenarbeiten, um Standortnachteile auszuräumen. Bei der Einfuhrumsatzsteuer sind Bund und Länder sich einig, dass das Erhebungsverfahren an das unserer europäischen Nachbarstaaten angepasst werden muss. Für die Seehafenwirtschaft ist es von höchster Bedeutung, dass diese Anpassung jetzt schnell umgesetzt wird, damit die Wettbewerbsfähigkeit der Seehäfen gestärkt wird.“

Insbesondere die Steuerverwaltungen der Länder seien jetzt gefordert, den politischen Willen umzusetzen. Bei dem Treffen wurden auch die neuen Möglichkeiten, die sich aus der Digitalisierung für die Häfen ergeben, diskutiert. Der ZDS betonte, dass die Seehafenbetriebe in Deutschland jedes Jahr hunderte Millionen Euro in innovative Technologien investierten und zu den globalen Voreitern gehörten.

Weitere Themen waren hafenpolitische Entwicklungen in Europa und das internationale Handelssystem.

Die Teilnehmer des 8. Hafenentwicklungsdialogs.

 

 

 

 

 

 

 

 

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