07. Mai 2019. Häfen würden eine entscheidende Rolle für den Wirtschaftsstandort Deutschland spielen, gerade auch deshalb, weil Deutschland ganz stark vom Export lebe, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich ihres heutigen Besuches des Hamburger Hafens, im Vorfeld der 11. Nationalen Maritimen Konferenz in zwei Wochen. Die Einbindung Deutschlands in weltweite Handelsströme sei von allergrößter Bedeutung, ergänzte die Kanzlerin. Bei den Herausforderungen, die die Branche bewältigen müsse, gehe es um Logistik, um Digitalisierung und vor allem auch um Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Sie ergänzte, dass sich die Welt sehr dynamisch entwickle; Potentiale und Wachstumsraten im asiatischen Markt schafften neuen Wettbewerb für die gesamte maritime Wirtschaft. Deshalb sei man in besonderer Weise darauf angewiesen, einen fairen, ausgewogenen und nicht protektionistischen Handel zu haben. Leider sehe man in letzter Zeit eine Vielzahl von protektionistischen Tendenzen, denen man sich für eine gute Entwicklung der maritimen Wirtschaft entgegensetzen müsse.

Der ZDS begrüßt die Ausführungen der Bundeskanzlerin zur maritimen Wirtschaft. Denn unter dem Motto „Deutschland maritim – global – smart – green“ bringt die Nationale Maritime Konferenz am 22./23. Mai in Friedrichshafen Politik und alle Bereiche der maritimen Wirtschaft zusammen, um im Beisein der Kanzlerin aktuelle Fragen und Entwicklungen zu erörtern.

Für den ZDS wird es auf der Konferenz darum gehen, die Leistungskraft und Investitionsbereitschaft der Seehäfen sowie deren Systemrelevanz in den Vordergrund zu rücken. Deutsche Seehafenbetriebe sind technologisch marktführend, und annähernd jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt von Exporten ab. Die Hafenwirtschaft an den 22 Seehafenstandorten an Nordsee und Ostsee wickelt zwei Drittel des seewärtigen deutschen Außenhandels ab. Allein im vergangenen Jahr investierten Seehafenbetriebe hunderte Millionen Euro in Hafen- und Verkehrslogistik, Nachhaltigkeitsprojekte, Zukäufe im  In- und Ausland und in neue digitale Angebote.

Der ZDS wird auf der Konferenz auch konkrete Anliegen thematisieren, mit denen der Hafenstandort weiter gestärkt werden kann: Dazu zählen die Optimierung des Erhebungsverfahrens zur Einfuhrumsatzsteuer, die Überarbeitung der Wasserrahmenrichtlinie und die langfristige Verstetigung des Investitionshochlaufs bei der Verkehrsinfrastruktur und der Forschungsförderung sowie die Flankierung der Nutzung alternativer Energiequellen wie LNG und Landstrom in der Schifffahrt.

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