22. Oktober 2018. Die für Seehäfen zuständigen Minister und Senatoren der Küstenländer, der Maritime Koordinator der Bundesregierung und der Präsident des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe haben sich heute anlässlich des 7. Hafenentwicklungsdialogs zu aktuellen Themen der deutschen und europäischen Hafen- und Verkehrspolitik ausgetauscht. Im Fokus der Gespräche standen die Stärkung und der Ausbau der internationalen Position der Häfen an Nordsee und Ostsee. Besonderes Augenmerk galt der Nachhaltigkeit und alternativen Antrieben.

Der ZDS warb dabei für die Schaffung von zusätzlichen Anreizen für Seeschifffahrtsunternehmen, ihre Schiffe bei den Liegezeiten in den Häfen mit Strom, der an Land produziert wird, statt mit schiffseigenen Aggregaten, zu versorgen. Gegenstand der Gespräche war auch die Schaffung einer adäquaten Infrastruktur für die Nutzung von Flüssiggas (LNG).

Darüber hinaus ging es um Themen wie das europäische Wettbewerbsrecht für Hafeninfrastrukturinvestitionen, die Umsetzung der EU-Hafenverordnung und die Neufassung der Richtlinie über Hafenauffanganlagen für Schiffsabfälle.

Der ZDS thematisierte zudem das Erhebungsverfahren zur Einfuhrumsatzsteuer. Hier bestünde erheblicher Optimierungsbedarf, um Importeure in ganz Deutschland von unnötigem Verwaltungsaufwand zu entlasten und die Wettbewerbsnachteile deutscher Hafenstandorte gegenüber der Konkurrenz in Belgien, den Niederlanden, Polen und im Mittelmeerraum auszuräumen.

Weitere Themen waren die Bestrebungen der Bundesregierung hin zu einem freien internationalen Handel, der Abbau von Handelshemmnissen und die Vorbereitungen zum bevorstehenden Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union.

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