Nach der Gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr – Kurzfristprognose Sommer 2018 werden für den Seegüterumschlag im Zeitraum 2018 bis 2020 im Rahmen einer Stabilisierung des Gesamtumschlags Zuwächse im Containerumschlag prognostiziert.

Nach den am heutigen Tage veröffentlichten Zahlen des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) sei für das laufende Jahr 2018 zwar mit einem Verlust von -1,1 % zu rechnen, für die beiden Folgejahre 2019 (+0,8%) und 2020 (+0,6%) ergebe sich jedoch bereits wieder ein ansteigender Gesamtumschlag.

Die weiteren Erkenntnisse:

Die in den ersten vier Monaten 2018 rückläufigen Seegüterverkehre könnten sich im weiteren Jahresverlauf zwar verbessern, jedoch werde bezogen auf die Gesamtjahresbetrachtung ein negativer Saldo verbleiben.

Die Containerverkehre, die im letzten Jahr einen Rückgang verzeichnet hätten, könnten nach einem Anstieg von 2,9% innerhalb des 1. Quartals 2018 im Jahresverlauf Zuwächse im gleichen Ausmaß erfahren. Insbesondere sei bei den innereuropäischen Verkehren mit einer Zunahme um 10,1% im laufenden Jahr wieder eine deutliche Dynamik bei den Containertransporten zu beobachten. Darüber hinaus steige der deutsche Außenhandel mit China nach wie vor an.

Bei den Massengütern zeichne sich dagegen auf Basis des bisherigen Verlaufs in 2018 ein zweistelliger Verlust ab. Das günstige Vorjahresergebnis von Kohle und Rohöl aufgrund von Verschiebungen in der Herkunftsstruktur werde sich 2018 nicht wiederholen. Der Umschlag von Mineralölprodukten werde voraussichtlich ebenfalls sinken und der Baustoffbereich über eine Stagnation nicht hinauskommen.

Für die Jahre 2019 und 2020 werden in der Gesamtbetrachtung leichte Verbesserungen gegenüber dem laufenden Jahr erwartet. Aufgrund der nochmals erhöhten Dynamik des deutschen Außenhandels werde der Containerverkehr etwas stärker wachsen als in 2018. Für den gesamten Massengutbereich signalisieren die Leitdaten einen nur noch leichten Rückgang.

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