Wohlstand, Sicherheit, Digitalisierung und Klimaschutz – das nachdenklich stimmende Ergebnis der gestrigen Bundestagswahl zeigt auf, vor welch großen Herausforderungen wir stehen.

Als Dienstleister des Exportweltmeisters Deutschland weiß die Hafenwirtschaft um den Vorteil, Europa und der Welt offen und zugewandt gegenüber zu stehen. Nur, wenn die ökonomischen Grundlagen gegeben sind, hat unser Land die Kraft und die Möglichkeit, das globale und lokale Zusammenwirken im Interesse der Menschen positiv zu beeinflussen.

Bei einer Debatte um die großen Linien sollte das Tagesgeschäft nicht aus den Augen verloren werden. Es wird auch darum gehen, mit frischem Elan und zukunftsorientierter Wirtschafts-, Verkehrs-, Umwelt- und Sozialpolitik die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Logistik- und Hafenstandortes tatkräftig zu stärken.

Beim Infrastrukturausbau müssen jetzt dem zu verstetigenden „Investitionshochlauf“ bei den Haushaltsmitteln, dem Bundesverkehrswegeplan und dem Nationalen Hafenkonzept die konsequente Aufstockung der Planungs- und Umsetzungskapazitäten der Verwaltungen und ein Planungsbeschleunigungsgesetz im Sinne des Innovationsforums Planungsbeschleunigung folgen.

Beim Wettbewerb müssen die Nachteile deutscher Importeure bei der Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer beseitigt und zur weiteren Verbesserung der Luftqualität an den Hafenstandorten die EEG-Umlage für die Landstromversorgung von Schiffen auf null gesetzt werden (beide Maßnahmen würden im Übrigen zu Mehreinnahmen der öffentlichen Hand führen).

Und schon jetzt sollte das erfolgreiche, vom ZDS angestoßene Forschungsprogramm IHATEC über 2020 hinaus verlängert werden.

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