In einer Pressemitteilung weist der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) heute (3. Juli 2017) auf massive Schwierigkeiten beim Containerumschlag in den Seehäfen Rotterdam und Antwerpen hin. Die Überschrift der Meldung suggeriert, dass es auch in deutschen Seehäfen Probleme gibt. Hierzu ist jedoch festzustellen, dass die deutschen Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven Schiffe gewohnt zuverlässig und mit hoher Servicequalität abfertigen.

Der BDB berichtet, dass die Containerabfertigung in den Seehäfen Rotterdam und Antwerpen zunehmend zum Desaster gerate: Bereits seit Ende Mai kämen die Terminals dort mit der Abfertigung nicht mehr hinterher. Sowohl bei den ausgehenden Verkehren in Richtung Übersee als auch bei der Verschiffung von Containern in das Hinterland komme es zu massiven zeitlichen Verzögerungen. Binnenschiffe würden an den Containerterminals nur noch mit mehrtägiger Verspätung abgefertigt. Verbindliche Abfertigungstermine gebe es nicht mehr; die Wartezeiten zum Laden bzw. Löschen der Fracht betrügen im Hafen Antwerpen bis zu 96 Stunden, in Rotterdam wären es laut BDB sogar bis zu 120 Stunden.

Die Probleme in Rotterdam und Antwerpen unterstreichen die Bedeutung der deutschen Seehäfen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Zur Stärkung der Verkehrsinfrastruktur wirbt der ZDS daher für eine schnelle Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans, des Nationalen Hafenkonzepts und des Aktionsplans Güterverkehr und Logistik.

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