20. Februar 2017. Eine Allianz zur engeren Zusammenarbeit haben heute die norddeutschen Verkehrs- und Wirtschaftsminister und ihr nordrhein-westfälischer Kollege Michael Groschek beschlossen. Es sei im gemeinsamen Interesse von Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, dass die Transportketten künftig reibungsloser funktionierten und enger aufeinander abgestimmt würden. Die Allianz wurde heute auf der Konferenz der norddeutschen Küstenverkehrsminister in Lübeck verabredet.

Grund für die engere Kooperation sei der erwartete spürbare Anstieg der Seegüterverkehre zwischen den deutschen Nord- und Ostseehäfen und Nordrhein-Westfalen.

Minister Groschek betonte mit Blick „auf den seit Jahren schwächelnden Hafen von Rotterdam“, dass diese Chance gemeinsam genutzt werden müsse. Nordrhein-Westfalen habe das Zeug dazu, zur Logistik-Drehscheibe zu werden, so Groschek. Dazu müsse die Infrastruktur in allen Ländern – insbesondere die Straße, aber auch die Binnenschifffahrtswege und das Schienennetz – deutlich besser ausgebaut werden, erklärte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister.

Aus Sicht des ZDS sollten vor allem die Chancen, die deutsche Seehäfen NRW bieten, genutzt und die Verkehrsverbindungen zwischen NRW und der deutschen Küste ertüchtigt werden. Die prognostizierten Veränderungen in den Mengen und Ladungsarten in den Verkehren von und nach NRW begünstigen deutsche Seehäfen im Verhältnis zur Konkurrenz.

Mit Blick auf klagebedingte Verzögerungen bei Infrastrukturgroßprojekten äußerte sich Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, zur Notwendigkeit, gemeinsam mit dem Bund ein Transport-Netz zu definieren, auf dem beschleunigte Planungsprozesse ermöglicht werden.

Das Thema Planungsbeschleunigung wollen die Nord-Minister gemeinsam auf einem Parlamentarischen Abend Ende März in Berlin unter Beteiligung von Minister Groschek vertiefen.

Im Wahljahr 2017 setzt sich der ZDS zur Gewährleistung einer effizienten und effektiven Verkehrsinfrastruktur für eine konsequente Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans, für die Vorhaltung des notwendigen Planungs- und Baupersonals sowie eine Reform des Planungs- und Umweltrechts ein.

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